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KanakAttack revisited: Stadtgespräch mit Zaimoglu

Lexikon, FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Im Jahr 2005 sorgte der deutsche Autor Feridun Zaimoglu für Aufregung, als er die Fassade des Wiener Museumsquartiers mit hunderten türkischen Fahnen bestückte und diese Verhüllungsaktion "KanakAttack“ nannte. Mit den Mitteln der Kunst startete er damit in Wiens Bobo-Epizentrum eine Offensive zur Sichtbarmachung der türkischstämmigen Bevölkerungsgruppe. Zaimoglu wies damit auf weiterhin hochbrisante Fragen zu Migration, Assimilation und Multikultischick hin. Die in Deutschland aufgerollte Sarrazin-Debatte, die nicht mit Ressentiments gegenüber Menschen der zweiten und dritten Generation sparte, hat wieder einmal augenscheinlich gemacht, dass bei dieser Thematik weiterhin gesellschaftspolitischer Nachholbedarf besteht. In Wien leben geschätzt mehr als 50.000 Menschen mit türkischen Background, deren Lebensmittelpunkt die Donaumetropole ist. "Sie haben kein anderes Zuhause und können sich ihre Herkunft nicht aus der Fresse wischen“, so der Autor und Künstler in einem Interview

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