Neu im Kino

"Morning Glory“ mit Diane Keaton und Harrison Ford

Lexikon | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Man könnte feine Ironie dahinter vermuten, dass ein Film über Frühstücksfernsehen auch genau so aussieht. Doch zur doppelbödigen Mediensatire fehlt "Morning Glory“ schon deshalb der doppelte Boden, weil er das morgendliche Dampfgeplaudere nicht als solches bloßstellen kann. Sonst würde der Film den Einsatz von Rachel McAdams als quirlige Jungproduzentin untergraben, die Harrison Ford als legendären Anchorman zwingt, Amerika am Morgen zu zeigen, wie man Krautsuppe kocht. Und das muss sich, weil die Sendung vor dem Aus steht, lohnen! Deshalb setzt Regisseur Roger Michell lieber auf Generationenkonflikt und lässt grumpy old Ford mit seiner Kollegin Diane Keaton Wortscharmützel ausfechten. Was "Morning Glory“ übersieht: Das Fernsehen kann gar nicht gerettet werden, weil es nicht zu retten ist. MP

Derzeit in den Kinos (OF im Artis, Haydn, Village)


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