Innen Bestrafung, außen Bekehrung: "Devil“

Lexikon | Joachim Schätz | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Im Aufzug steckenbleiben ist schlimm, gemeinsam mit unguten Wildfremden noch schlimmer. Für die Handvoll Normalos, die in "Devil“ für lange Zeit in der Liftkabine eines Büroturms in Philadelphia festsitzen, hat sich Gruselerzähler M. Night Shyamalan gleich das Allerschlimmste einfallen lassen: Einer der fünf ist der Leibhaftige und gekommen, um sie einen nach dem anderen abzuholen. Regisseur John Erick Dowdle müht sich um Lagerkoller, unterstützt von Spitzenkameramann Tak Fujimotos Pirouetten. Im Gegensatz zu strengen Klaustrophobieübungen wie "Buried“ springt "Devil“ aber bei jeder Gelegenheit aus dem Lift in die fade Bekehrungsgeschichte eines kaputten Cops, der von außen einzugreifen versucht. Verschenkt.

Derzeit in den Kinos (OF im Artis)


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