Kunst Kritiken

Konstruktivistisches im Wäschekorb

Steiermark | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Wäschekörbe sind durchaus praktische Utensilien. Mit ihnen lässt sich nicht nur jede Menge nasser Fetzen von der Waschmaschine zur Leine transportieren. An sie lässt sich auch jede Menge feuchter Träume hängen. Zumindest wenn man sich hineinlebt in des Konstruktivisten liebstes Spiel: die geometrische Grundform architektonisch weiterzudenken, um aus den Qualitäten, die das Ding als solches hergibt, zu neuen Ebenen vorzustoßen. Im Falle des Wäschekorbs bieten sich dafür genug Aussparungen an. So geschehen bei Roswitha Weingrills "Chambers of Commerce“, die in der para_SITE Gallery präsentiert wurden. Dass sich da auch noch Gedanken zum Warenkreislauf aufdrängten, lag in der Natur der Sache. So ein Wäschekorb ist, im Gegensatz zu seinem Inhalt, eben auch form- und wertstabil.

para_SITE Gallery, bis 19.1.


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