Seinesgleichen geschieht  

Mehr als ein lustiger Abend: demokratisches Lachen im Audimax

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Lächerlichkeit ist zu ertragen, solange man in no time at all ein paar Millionen Euro abzockt, eine Summe, die einen Durchschnittsmenschen in Stand setzt, nie mehr arbeiten zu müssen, den Überdurchschittsmenschen jedoch in die verdrießliche Lage bringt, darüber nachdenken zu müssen, woher denn all die Kohle kam.

Tausende Menschen lachten in den letzten Tagen und Wochen über Grasser und seine Freunde, auf Twitter und anderswo (siehe Seite 10). Mehr als tausend Menschen drängten sich vergangenen Montag im Audimax der Uni Wien, Tausende fanden keinen Einlass mehr; fast 5000 hatten sich auf Facebook angekündigt. Die Kabarettisten Florian Scheuba, Thomas Maurer und Robert Palfrader lasen die aus dem Falter bekannten und neue Passagen aus den Protokollen zur Buwog-Affäre. Grasser, Meischberger, Plech erstanden nicht leibhaft, aber stimmhaft vor dem Saal, der vielleicht nicht wusste, aber spürte, dass er einem wiedererstandenen Theater der Dichtung beiwohnte.

Nur mit Mitteln der Sprache


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