"Brösel mit der Finanz“

Politik | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Wofür haben Grassers Freunde so viel Geld kassiert? Ein Insider packt aus und erzählt von "dreisten Schmiergeld-forderungen“ bei lukrativen Bauprojekten

Bericht: Florian Klenk

Ein Café am Rande der Wiener Innenstadt. Es erscheint eine Person, die hier nicht namentlich genannt werden will. "Unser Treffen hat nicht stattgefunden“, sagt der Informant, er will nicht in die Schlagzeilen, will sich nicht als "Kronzeuge“ aufdrängen. Er sei, so sagt er, kein Mittäter.

Der Informant will der Öffentlichkeit schildern, "was damals gelaufen ist“, als Karl-Heinz Grasser regierte und seine "Berater“ im Hintergrund Millionen verdienten. Er habe mitbekommen, wie dreist Freunde und Berater des einstigen Finanzministers damals die Hand aufgehalten hätten. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das ohne Wissen ihres Chefs tun konnten.“ Aber das sei nur seine Vermutung.

Es ist abenteuerlich, was der Mann da in einem zweistündigen Gespräch schildert. Der Informant wäre bereit, seine Erlebnisse


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