Eine lohnende Nachlese zum Kreisky-Wiesenthal-Konflikt

Politik | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Wusste Kanzler Bruno Kreisky von der Mossad-Verbindung des Nazijägers Simon Wiesenthal? Wolfgang Petritsch liefert neue Ideen

Rezension: Barbara Tóth

Jahrestage und das Erscheinen neuer Biografien bringen eine Neubewertung historischer Persönlichkeiten mit sich. Das lässt sich derzeit auch anhand zweier herausragender österreichischer Persönlichkeiten beobachten, die sich zeitlebens nicht leiden konnten: Simon Wiesenthal und Bruno Kreisky. Wiesenthal, in den 70er-Jahren ausgegrenzt, ist nicht zuletzt dank der jüngst erschienenen Biografie des israelischen Publizisten Tom Segev heute ein Held. Kreisky wird von der professionellen Historikergemeinschaft retrospektiv viel kritischer gesehen.

Dieser historischen Familienneuaufstellung widmet sich auch der Diplomat Wolfgang Petrisch in einem lesenswerten Text in der aktuellen Europäischen Rundschau. Petritsch hat vor kurzem ja selbst eine Kreisky-Biografie vorgelegt. Für Paul Lendvais Vierteljahreszeitschrift reflektiert er nicht nur über


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