Technik  

Gott sei Dank! Ein fast perfektes Smartphone

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Prüfbericht: Thomas Vašek

Wenn Gott vollkommen ist, dann muss er auch existieren - das behauptete der Scholastiker Anselm von Canterbury. Klingt gut, ist aber leider falsch. Mit der Vollkommenheit ist es so eine Sache. Nehmen Sie nur die Smartphones. Gäbe es ein vollkommenes Gerät, dann könnten wir diese Kolumne zum Predigtdienst umfunktionieren: Kaufet und betet! Da aus dem Begriff des Vollkommenen aber leider nicht folgt, dass es auch tatsächlich existiert, müssen wir uns ständig mit Unvollkommenem herumschlagen. Umso mehr freue ich mich, Ihnen ein wenigstens relativ vollkommenes Smartphone vorstellen zu können, das Blackberry Curve 9300 3G (ab ca. 280 Euro). Ganz vollkommen ist es schon deshalb nicht, weil es keinen Touchscreen hat. Der Webbrowser ist recht langsam, die 2-Megapixel-Kamera bestenfalls Mittelmaß, und auch sonst fehlen ein paar Prädikate des Vollkommenen, z.B. ein Apfel-Logo. Aber sonst ist das "Curve“ perfekt - zumindest für Leute, die mit dem Handy vor allem telefonieren und E-Mails lesen. Das Teil ist wesentlich leichter als ein iPhone und passt gut in jede Hosentasche, was man nicht von jedem Smartphone behaupten kann. Mit dem Quadband-Handy kann man in fast jedem GSM-Netz der Welt telefonieren. Das Display ist ziemlich hell, die Bedienung übersichtlich, und auf der Tastatur lässt es sich erstaunlich flink tippen. Das "Curve“ mag also nur relativ vollkommen sein - oder womöglich sogar ziemlich unvollkommen. Dafür hat es den Vorteil, dass es tatsächlich existiert.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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