Hallo, chromgelber Teekessel und azurblaue Lampe

Feuilleton | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Der Drehbuchautor und Filmregisseur Paul Schrader weilt in Wien und schaute aus diesem Anlass auch im Filmmuseum vorbei

Reportage: Klaus Nüchtern

Ein Regiestar aus den USA beehrt Wien mit seiner Anwesenheit, und schon ist auch das Österreichische Filmmuseum bis auf den letzten Platz gefüllt. Sollte unter den Besuchern und Besucherinnen, die vergangenen Montag zum Paul-Schrader-Schauen in die Augustinerstraße gekommen waren, tatsächlich jemand so gedacht haben, dann steht eines fest: Oft kann er oder sie in letzter Zeit nicht hier gewesen sein. Denn schon bei "Spätherbst“ ("Akibiyori“), der zwei Jahre früher enstanden ist und zwei Tage vor "Ein Herbstnachmittag“ ("Samma no aji“) gezeigt wurde, war der Andrang so groß gewesen, dass Zählkarten ausgegeben werden mussten. Das Œuvre des japanischen Regisseurs Yasujiro Ozu (1903-1963) verfügt über ausreichend Strahlkraft, um den Saal voll zu machen.

Schrader selbst, der für sein Drehbuch zu Martin Scorseses "Taxi Driver“ und

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