"Barfuß im Studio“

Feuilleton | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Der Sänger Max Raabe macht einen Ausflug in den Pop. Hier spricht er über Nostalgie als Etikettenschwindel, zwischenmenschlichen Terror und die Stärke der Reduktion

Interview: Carsten Fastner

Die Stimme wirkt wie immer schwerelos, beeindruckend beweglich vom sonoren Bariton bis zu scheinbar mühelos angesetzten Spitzentönen. Astrein artikuliert, wechselt sie ansatzlos vom vollen Klang zum stillen Pathos, zum verführerischen Säuseln, zum ironischen Quäken. Max Raabe bleibt auch auf dem neuen Album "Küssen kann man nicht alleine“ seinem seit über zwei Jahrzehnten gepflegten Markenzeichen treu: dem elaborierten, mitunter auch etwas manierierten Gesangsstil der 20er- und 30er-Jahre.

Und doch klingen die zwölf neuen Lieder ganz anders als gewohnt. Verantwortlich dafür ist Raabes Co-Produzentin Annette Humpe, die in den 80ern mit den Neonbabys, Ideal und DÖF die Neue Deutsche Welle mitprägte, danach als Produzentin für Udo Lindenberg und Nena arbeitete - und die nun auch "Küssen


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