Der kleinste gemeinsame Lacher der Nation

Feuilleton | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Was "bisjetzt“ geschah: Der Kabarettstar Alfred Dorfer blickt in einem Retro-Programm zurück auf 25 Bühnenjahre

Humorkritik: Wolfgang Kralicek

Unter den großen Kabarettisten des Landes ist Alfred Dorfer der Mann ohne Eigenschaften. Resetarits ist witziger, Niavarani auch, Vitásek formuliert feiner, Düringer spielt besser, Hader ist härter, Maurer politischer. Dorfer ist von allem ein bisschen: ein bisschen witzig und ein bisschen gescheit, ein bisschen privat und ein bisschen politisch, ein bisschen lieb und ein bisschen böse. Man kann sagen: Dorfer ist der kleinste gemeinsame Lacher der Nation. Das macht ihn unwiderstehlich.

Auch sein neues Programm ist auf Wochen ausverkauft, obwohl den Dorfer-Fans in "bisjetzt“ nichts Neues geboten wird. Genüsslich und sichtlich stolz lässt der Künstler seine ersten 25 Bühnenjahre Revue passieren, wobei der Schwerpunkt natürlich auf den Solojahren (seit 1993) liegt.

Geschickt hat Dorfer Texte aus vier (von fünf) Soloprogrammen zu einem Abend


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