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Materialschlacht Weltcup: Der Laie wundert sich

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Wolfgang Kralicek schaut im Winter lieber Skirennen als Fußball

Die Überform des Kroaten Ivica Kostelic hat angeblich auch mit einem neuen Skischuh der Firma Fischer zu tun, über dessen geheimnisvolles Innenleben aber nicht viel verraten wird. Die ÖSV-Läufer haben neue Rennanzüge, von denen zumindest ausländische Trainer behaupten, sie würden beim Fahren seltsam pfeifen. Und die Niederlage von Marlies Schild beim Nachtslalom von Flachau wird darauf zurückgeführt, dass die Kanten ihrer Skier zu dünn waren. Die Rolle, die dem Material im Skisport - zu Recht oder zu Unrecht - zugeschrieben wird, ist fast schon so groß wie in der Formel 1. Dabei sollte man als Laie meinen, beim Skifahren käme es nur darauf an, dass man richtig gewachst hat und ansonsten halt besser fährt als die anderen. Was wohl passieren würde, wenn alle dasselbe Material verwenden müssten? An den Ergebnissen würde sich wahrscheinlich nicht viel ändern. Aber die Skiindustrie würde den ganzen Zirkus dann nicht mehr finanzieren.


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