Die getanzte Öffnung

Steiermark | aus FALTER 03/11 vom 19.01.2011

Aminta Mahmoud will Graz den Orient näherbringen. Mit einem spektakulären Ball. Und Bauchtanzkursen

Kulturdialog: Christof Huemer

Aminta Mahmoud erzählt, wie sie einmal auf einem Berggrat nahe der jordanischen Stadt Petra stand. Rund um sie staunten die Touristen. Hinter ihr lag der Westen. Und vor ihr das Wadi Araba, ein Tal, an dessen Ende man nah und unerreichbar Palästina erkannte. "Dies ist das Bild meines Lebens“, sagt Mahmoud: "Ich habe Einblick in zwei Welten.“ Zwischen diesen Welten, Vaterland und Land des Vaters, will sie vermitteln. Und dann erzählt sie, wie ihr palästinensischer Vater ihre Grazer Mutter kennenlernte; dass es die große Liebe war; dass ein Krieg kam, dass diese Liebe keine Chance hatte.

Einen Tag, nachdem die israelische Armee wieder einmal den Gazastreifen bombardiert hat, versammeln sich in Graz mehrere Frauen, um zu tanzen. Sie haben mit Glöckchen versehene Tücher um die Hüften gebunden, die bei der kleinsten Bewegung klingeln. Die Stimmung ist aufgekratzt,


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