Bazooka Joe geht ins Museum

Lexikon | Nicole Scheyerer | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Ein Meister des knalligen Pops in Schwarzweiß: Roy Lichtenstein in der Albertina

Wer kennt sie nicht, die riesig vergrößerten und knallbunten Nahaufnahmen aus Comics, mit denen Roy Lichtenstein Anfang der 60er-Jahre der Pop-Art zum Durchbruch verhalf. Dabei fiel der Erfolg des 1923 geborenen Künstlers in eine Epoche, die den Abschied von der Gegenständlichkeit für unumkehrbar hielt und hochpersönliche Handschriften wie die des abstrakten Expressionisten Jackson Pollock als Gipfel der Kunst feierte. Das allgemeine Kunstpublikum war von Lichtensteins distanziert-anonymen Stil so verstört, dass Life in einem provokanten Artikel sogar fragte: "Ist er Amerikas schlechtester Künstler?“

Mit der von der New Yorker Morgan Library organisierten Ausstellung "Roy Lichtenstein. Black & White 1961-1968“ fokussiert die Albertina nun auf einen frühen Werkblock des Pop-Artisten, in dem er jede Farbe vermied. 59 Zeichnungen und 17 parallel entstandene Gemälde offenbaren ein Faible für grafische


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