Kritik

Mit dem Finger auf der weißen Landkarte

Lexikon | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Wie es scheint, hat die Künstlergruppe Mahony auf ihrer letzten Südamerikareise ihren Mitstreiter Andreas Duscha verloren: Für die aktuelle Schau "seeing wrong and not seeing“ firmieren Jenny Woka, Clemens Leuschner und Stephan Kobatsch nur mehr zu dritt. Die Verkleinerung um einen Mann schlägt sich auch in der Reduktion des künstlerischen Zugangs nieder, denn die meisten Arbeiten präsentieren sich auf den ersten Blick abstrakt und die Künstler bringen sich selbst, im Gegensatz zu früher, nicht mehr als Figuren ein. Zudem treten die erzählerischen Anteile viel stärker hinter kunstimmanente Fragen zurück, was in der Regel gut funktioniert. So klingt in der Form eines zweifach ausgeführten und mit weißen Papier überzogenen Aluobjekts zwar noch eine gefaltete Landkarte an, aber bis auf dezente graue Striche und einen (mit Kaffee) gemalten Kreis ist darauf nichts Vermessenes zu erkennen. Vielmehr geht es bei diesen Zwillingsobjekten um die Form der Präsentation - liegend oder


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