Tipps

Poesie rauer Machart: "Ich schaff’s einfach nimmer“

Lexikon | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Der Titel ist Programm: "Ich schaff’s einfach nimmer“. Die erste, dokumentarische Arbeit des Wahlwieners John Cook ist ein vielstimmiges Porträt des mit seiner doppelt so alten Frau und vier Kindern als Gelegenheitsarbeiter in Wien lebenden "Zigeuners“ Petrus, der (vergebens) Karriere als Amateurboxer zu machen hofft, während man im Radio von Muhammad Alis bevorstehendem "Kampf des Jahrhunderts“ hört. "Das Werk eines Autors“, schrieb Harry Tomicek anlässlich der Premiere 1973 über diesen Film: "Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Produktion: John Cook. Das Arbeitsgerät: eine 16 mm Beaulieu-Kamera. Das Material: Kodak Super XX-Schwarzweiß Film. Die Stärken von Cooks Debüt liegen in dem, was gemeinhin als Schwäche gilt: Abwesenheit von Gefälligkeit, Verzicht auf alerte Gestyltheit, die Poesie rauer, direkter Machart.“ MO

Im Metro-Kino, Do 18.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige