Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Am vergangenen Freitag bot sich ein erschütterndes, aber trotz oder gerade wegen der offenkundigen Abwesenheit von Wärme auch ein (für jeden Chefredakteur) herzerwärmendes Bild: Da saßen Fastner und Kralicek fest eingemümmelt in ihre Wintermäntel mit roten, triefenden Nasen vor ihren Monitoren und hackten Text in die Tastatur. Die Geschäftsführung hatte nach ausführlichem Studium von Langzeiterhebungen der durchschnittlich tiefsten Temperaturen im Wiener Jahresverlauf für die zur Renovierung der Feng-Shui-Ecken notwendig gewordene Abschaltung der Heizung den dritten Jänner-Freitag gewählt, denn: Je kälter es ist, umso mehr kann man sparen, wenn man die Heizung nicht laufen lässt! Währenddessen spielt sich hinter Plastikplanen, die die Ausbreitung von Staub möglicherweise zart behindern, zugleich aber als lärmverstärkende Membran wirksam sind, Unglaubliches ab: Werkstoffe, die der/die mit Materialien wie Kies, Kork, Laub, Bambus und Reispapier bestens vertraute Falter-Mitarbeiter und -Mitarbeiterin allenfalls aus Lehrfilmen über westliche Bautechnologien kennt, werden unter großem Hallo großflächig verteilt, als gäb’s kein Morgen. Es ist wie eine rechtzeitig zu dessen 80. Geburtstag angesetzte Hommage an Thomas Bernhard: "Wenn der Frost kommt, gibt’s Beton - eine Verstörung.“

Verwirrend, aber nicht verstörend das redaktionsinterne Mitarbeiterkarussell: Horaczek heißt jetzt Gepp, der seinerseits für die nächste Zeit Dusini genannt wird, weswegen dieser, i.e. Dusini, auch von Schievink gezeichnet wurde. Alles klar?!


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