"In anderen Ländern ist das viel unverkrampfter“

Politik | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

In Kasachstan wird "routinemäßig gefoltert“. Exkanzler Alfred Gusenbauer berät dennoch den korrupten "Führer der Nation“

Gespräch: Barbara Tóth

Ich brauche mich nicht zu rechtfertigen“, sagt Alfred Gusenbauer dem Falter. Und tut es dann doch: "Ich berate den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew seit einem Jahr in außenpolitischen Fragen. Er brauchte Support für die OSZE-Präsidentschaft seines Landes. Die Kasachen haben erstmals seit 1999 einen Gipfel zustande gebracht. Gut, sie sind keine Westminsterdemokratie, nichtsdestotrotz sind sie ein Stabilitätsfaktor in der Region. Fortschritt ist vorhanden. Alle machen Geschäfte mit ihnen - aber bei mir gibt es Empörung? Da ist die Doppelbödigkeit das Maß der Berichterstattung.“

Gusenbauers Rechtfertigung ist selbst nicht frei von Doppelbödigkeit. Richtig ist, dass Kasachstan vor allem aufgrund seiner Rohstoffvorkommen auch international ein gefragter Partner ist. Richtig ist aber auch, dass in dem Einparteienstaat


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