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Politik | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Fleisch: essen oder nicht?

Der junge deutsche Autor Ingo Way liefert in der neuesten Ausgabe des Merkur eine bemerkenswert faire und kluge Rezension des Bestsellers "Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer. Way anerkennt Foers primäre Motivation, kein Fleisch zu essen, nämlich das Mitleid mit der Kreatur, die in der Massentierhaltung misshandelt wird. Aber er deckt auch die Schwächen in Foers Argumentation auf. Nicht erst in der Massentierhaltung - gegen diese richtet sich Foers Kritik nach eigenem Bekunden, nicht unbedingt gegen den Verzehr von Fleisch - wurde das Töten von Tieren delegiert; im England des 19. Jahrhunderts durften Metzger nicht als Geschworene berufen werden, da man sie als zu roh und abgestumpft betrachtete. Ferner geht es um die gesundheitliche Bedeutung von Fleisch (Proteine, Vitamin B 12). Preiswertes Hühnerfleisch hat mehr zur Gesundheit der Massen beigetragen, als die Kontaminierung dieses Fleisches dem Menschen schaden konnte. Massentierhaltung und Massenwohlfahrt,


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