Nachgesehen

Politik | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Zwischen allen Welten: die Mediatoren vom Karlsplatz

Gerhard Kanta hat einen eher gemütlichen Job gegen einen eher ungemütlichen Job eingetauscht, und zwar gerne, sagt er. Kanta, 46, war Ausbildner bei den Wiener Linien. Bis er vor fünf Jahren ins neue Help-U-Team der Stadt am Karlsplatz wechselte. Dort ist er täglich als Vermittler zwischen den Welten im Einsatz - er und seine Kollegen sind die Mediatoren an diesem sensiblen Ort.

Sie kümmern sich um die Probleme von Suchtkranken, Passanten und Geschäftsleuten gleichermaßen und arbeiten dazu mit den Streetworkern und der Polizei zusammen. Zum Fünf-Jahres-Jubiläum der Truppe vergangene Woche präsentiert sich der langjährige Treffpunkt der Drogenkranken ziemlich ruhig - schließlich will die Stadt die Szene zu ihren Tageseinrichtungen verlagern. Kanta sagt, dass er hier auch viel für das eigene Leben dazugelernt hat: "Wenn die Leute wüssten, wie manche zu ihrer Sucht gekommen sind, würden sie nicht mehr sagen: Die Junkies gehören weg.“


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