Nachgetragen 

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

 Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Zurück in einer fremden Stadt: über die Heimkehr der Juden nach Wien

Julia Ortner

Sie hatten den Holocaust überlebt und wollten nach Hause kommen. Doch wie erging es den wenigen dem Naziregime entronnenen Juden, die zwischen 1945 und 1948 in ihre Heimatstadt Wien zurückkehrten? Dazu spricht diese Woche der deutsche Historiker Götz Aly an der Uni Wien.

Am Tag der Befreiung wussten die jüdischen Überlebenden nicht, dass sie oft als Einzige ihrer Familien dem Morden entkommen waren. Also fuhren sie heim. Sie klopften an den Türen ihrer ehemaligen Wohnungen, von wo sie deportiert worden waren. Aber immer wieder schlugen den Rückkehrern Ablehnung und Hass entgegen, sie waren Fremde in ihrer eigenen Stadt. "Unsere Wohnungen und all das Unsere wird noch immer von den Räubern besetzt gehalten“, beklagte 1947 der damalige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, David Brill.

Aly beschäftigt sich in seinem Vortrag mit


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