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Medien | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Dumping auf dem Berg? Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) wirft dem ORF "Dumping“ bei Onlinewerbung vor. Wie VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger laut Standard kritisierte, lägen die 1000-Kontakt-Preise des ORF (so viel kostet es Werber, 1000 Konsumenten zu erreichen) für fixe Platzierungen im Web "teils vollkommen unverhältnismäßig unter dem Marktpreis“. ORF-Enterprise-Chef Franz Prenner betonte, dass selbstverständlich auch die Preisgestaltung der ORF-Enterprise nach kaufmännischen Grundsätzen zu erfolgen habe. Der Rundfunk habe im Gegensatz zu den Rabattangeboten von Printverlagen deutlich engere gesetzliche Grenzen zu beachten.

Dollar setzte Facebook laut dem Unternehmen eMarketer im Jahr 2010 um. Das wären 86 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 4,7 Prozent des webweiten Werbeumsatzes.

Gefragte Parlamentsaufnahmen Der ORF und die österreichischen Privatsender ATV, Puls 4 und Servus TV haben sich vergangene Woche auf einen Modus geeinigt, wie Liveübertragungen aus dem Parlament in Zukunft allen Sendern zugänglich gemacht werden sollen. Bis dato hatte der ORF nicht nur das Privileg, aus dem Parterre zu filmen, sondern durfte auch bestimmen, welche Passagen er an die Privaten weitergab.

Richter gegen Paparazzi Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat ein richtungsweisendes Urteil gesprochen. Auch Promis haben ein Recht auf Privatleben. Das Model Naomi Campbell wurde vor einer Drogenklinik von Reportern geblitzt. Sie verklagte diese und bekam Recht. Das Bildverbot sei kein Eingriff in die Pressefreiheit, so der EGMR.


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