Technik

Ein Handy für alle, die eine Hand frei haben wollen

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Prüfbericht: Thomas VaŠek

Die Evolution hat uns eigentlich ganz gut hingekriegt. Nehmen Sie nur das menschliche Gehirn, den aufrechten Gang - oder die Tatsache, dass wir zwei Hände haben. Zwei Hände sind bekanntlich praktisch, von der Herstellung von Steinwerkzeugen bis zum Autofahren. Andererseits gibt es viele wichtige oder auch lustvolle Tätigkeiten, für die man glücklicherweise nur eine Hand braucht. In der Einhändigkeit liegt die Zukunft, dachten sich wohl die Entwickler von SonyEricsson. Und bauten ein Einhand-Handy namens Xperia X10 mini (ab ca. 150 Euro ohne Vertrag). Man kann es also mit einer Hand bedienen, was sich von manchem Monster-Smartphone heute nur mehr bedingt behaupten lässt. Die Anwendungs-Icons auf dem Touchscreen lassen sich in den Bildschirmecken platzieren - so kann man die wichtigsten Funktionen einfacher ansteuern. Ebenso einhändig lässt sich dann auch die "Kommunikationszentrale“ namens Timescape bedienen, die alle Nachrichten bündelt, von E-Mail über Facebook bis Twitter.

Konsequenterweise hat SonyEricsson bei seinem Einhand-Handy auf eine Volltastatur verzichtet - und dafür zusätzlich das X10 mini pro (ab ca. 200 Euro) auf den Markt gebracht. Das Gerät verfügt über eine der besten QWERTZ-Tastaturen, die ich kenne. Allerdings brauchen Sie dafür beide Hände - eine dritte ist im Lieferumfang nicht enthalten. Vielleicht löst sich das Problem langfristig auf biologische Weise. Die Evolution hatte ja immer schon ein gutes Händchen.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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