Bei mir seids alle im Oasch daham

Feuilleton | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Beim jährlichen Rundgang der Akademie stand diesmal die ästhetische Beschäftigung mit dem Anus im Vordergrund

Reportage: Matthias Dusini

Das laute Geräusch eines Furzes empfing die Besucher des jährlichen Rundgangs, der am letzten Wochenende in der Akademie der bildenden Künste stattfand. Die im Semperdepot ausgestellte Soundinstallation "One continuous fart“ von Naja Maria Lunststrom & zenklo breitete sich über die Skulpturen und Installationen der Studierenden, die zu der Leistungsschau der Akademie eingeladen waren, aus. Die begleitende Information gab dem Geräusch eine theoretische Grundierung: "The soundscape provides a critical reflection of the conceptual aesthetisization of space and acoustic form, referring to specific examples of post-colonial discourses.“ Tschuldigung!

Überhaupt war eine gewisse Analfixierung des Künstlernachwuchses nicht zu übersehen. Im Stiegenhaus stand eine Puppe mit entblößtem Hinterteil, auf deren Kopf ein Foto des Rektors Stephan Schmidt-Wulffen

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