Party like it’s 1979: neue Alben der stilprägenden Postpunkbands Gang of Four und Wire aus England

Feuilleton | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Doppelrezension: Gerhard Stöger

Gang of Four und Wire haben einiges gemeinsam. Ihre Wurzeln liegen im britischen Punk der 70er-Jahre, wüster Dilettantismus war ihnen aber stets fremd. Gang of Four haben ihre Spielart des Punk mit Funkrhythmen angereichert und linke Theorie auf den Dancefloor geholt; Wire taten sich zwischen scharfkantigem Art-School-Punk, Noisepop und elektronischem Experiment um. Der kommerzielle Erfolg war in beiden Fällen überschaubar, der Einfluss enorm.

Hier enden die Gemeinsamkeiten. Bei den mehrfach aufgelösten und wiedervereinten Wire ging der distanziert-reflexive Umgang mit unterschiedlichen Formensprachen immer mit großer Unmittelbarkeit einher; sie sind erkennbar, ohne sich zu wiederholen, und dadurch gerät jedes ihrer Alben zu einem neuen Abenteuer.

Gang of Four jedoch verdanken ihren Status nahezu ausschließlich dem epochalen Debüt "Entertainment!“ (1979), dem nichts auch nur annähernd Gleichwertiges mehr folgen sollte. Um 1983 landete man bei elegantem


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