Der sture Songbauer

Feuilleton | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Aufgewachsen ist Bernhard Eder auf einem Hof. Heute verkauft er musikalische Gewächse

Porträt: Sebastian Fasthuber

Bernhard Eder ist Selbstversorger. Auf dem Papier ist er zwar Musiker, seinem Arbeitsalltag aber ist das kaum anzumerken. Von neun bis fünf und meist noch länger werkelt er im Heimbüro als Plattenlabelchef, Manager, Promoter und Booker in eigener Sache.

Als der Falter ihn zum Interview trifft, ist er gerade damit beschäftigt, letzte Auftritte für die von Ende Jänner bis Anfang März laufende Tournee zu fixieren und Anzeigen in Musikmagazinen zu buchen.

Um all das und vieles mehr kümmert sich Bernhard Eder praktisch in Alleinregie. Auf die Frage, wann er denn seine Songs schreibe, antwortet er, als wäre es das Normalste auf der Welt: "Im Urlaub, wenn ich auf Tour bin, manchmal auch am Abend. Aber tagsüber die Gitarre in die Hand nehmen? Das gibt’s eigentlich gar nicht mehr.“

Das Selbermachen ist heutzutage für viele Musiker und Bands Pflicht. Nachdem die marode Musikindustrie


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige