"Ich würde gerne tausend Jahre leben“

Feuilleton | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Der Regisseur Claude Lanzmann über das Leben nach seinem Meisterwerk "Shoah“, die Suche nach seinen jüdischen Wurzeln und über Frieden für Israel

Gespräch: Erich Klein

Claude Lanzmanns Memoiren mit dem Titel "Der patagonische Hase“ sind ein Buch voller Überschwang und Schrecken. Gründe für Letzteres hatte der 1925 in Paris geborene Regisseur und Publizist ausreichend: Am Gymnasium erlebt er grassierenden Antisemitismus, als jugendlicher kommunistischer Résistant kämpft er gegen die Deutschen.

Lanzmann, der seine Autobiografie Ende letzten Jahres im Wiener Jüdische Museum präsentierte, ist kein einfacher Interviewpartner. Ständig am Telefon und wegen der Fertigstellung seines nächsten Films über den Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein ohnedies arbeitsüberlastet, wolle er nur mit Journalisten reden, die seine 680-seitigen Memoiren auch ganz gelesen haben. Schließlich bat er auf sein Zimmer im Hotel Sacher, streitlustig, einen Whiskey in der Hand. Wir bringen das folgende


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