Prost!

Hibiskustee aus der Dose, der Energie bringen soll

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Bizz’up

Stadtleben | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Diese Produktentwickler hören einfach nicht damit auf, Energiegetränke zu produzieren. Wieso nicht einfach kapitulieren und den Markt dem roten Bullen überlassen? Neu im Reigen der vermeintlichen Energielieferanten aus der schmalen Dose: Bizz’up.

Angepriesen wird uns das "völlig neue Geschmackserlebnis“ als "natürliche Alternative zum Energy-Drink“. Drin sind natürliche Zutaten mit dem exotischen Geschmack von Hibiskus. Das Rezept stammt angeblich aus Afrika, die "Legende“ besagt, dass "bereits die Krieger Afrikas“ dieses Hibiskusgetränk ("Bissap“) nach der strapaziösen Jagd zu sich nahmen. Aber irgendwoher muss die Exotik ja schließlich auch kommen.

Bizz’up aus der Dose schmeckt ganz schön bitter, angenehm unsüß und damit tatsächlich anders als Red Bull und seine diversen Klone. Von wegen Gummibärchengeschmack. Für das Wachmachen sollen Guaraná-Extrakt, Acai-Beere und Roiboos sorgen, aber das hat schon zu Rave-Zeiten nicht gut funktioniert. Der Hersteller empfiehlt, Bizz’up gut gekühlt zu trinken, und liefert sogar Ideen für ein paar Cocktails - mit Prosecco, Wodka oder Aperol. Haben wir nicht ausprobiert, aber wenn man ein neues Getränk erst mit Alkohol strecken muss, damit es irgendwie interessant wird, kommt das auch ein bisschen komisch.

Mal sehen, wie lange die rote Limo auf dem Markt bleibt. Wenigstens sind wir nicht mehr, um das aktuelle Unwort des Jahres auch einmal zu verwenden, alternativlos. cw


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