Schifoan 

Grugger und wir: Das Leben ist eine Mausefalle

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Wolfgang Kralicek schaut im Winter lieber Skirennen als Fußball

Der fürchterliche Sturz des Abfahrtsläufers Hans Grugger in der Mausefalle wirft einmal mehr die Frage auf, inwiefern man den Skisport "sicher“ machen kann. Ivica Kostelic meint, man solle sich die Formel 1 zum Vorbild nehmen, wo es seit 1994 (Ayrton Senna) keinen tödlichen Unfall mehr gegeben hat. Didier Cuche und Bode Miller vertreten die Ansicht, jeder Rennläufer müsse selbst wissen, wie viel Risiko er eingehen will. Das Problem ist: Rennmäßiges Skifahren wird nie ganz ungefährlich sein. Wir haben uns daran gewöhnt, dass man sich gegen alles versichern kann, dass es für alles einen Schuldigen gibt. Deshalb fällt es uns auch so schwer zu akzeptieren, dass ein Unglück eben ein Unglück ist. Wenn man aus Gruggers Sturz eine Lehre ziehen kann, dann vielleicht diese: Das Leben ist eine Mausefalle. Passen wir auf, dass sie nicht zuschnappt.


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