Was fährt denn da?

Ich Bim dann mal weg ...

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Testfahrt: Christopher Wurmdobler

Schneller, ruft der Lehrfahrer, schneller! Hätte man Fahrgäste an Bord, käme es nämlich zu Unmutsäußerungen, beim 20-Stundenkilometer-Schleichen auf der Simmeringer Hauptstraße - da hilft dann auch der schöne Glaskobel nichts, zwei Stufen erhöht, mit angenehm gefedertem Fahrersitz. Glücklicherweise sind aber keine Fahrgäste an Bord der Ultra-Low-Floor-Straßenbahn (ULF), sondern lediglich Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe und ein paar Journalisten. Auf Einladung der Wiener Linien sollen sie erfahren, was es heißt, so ein 45-Tonnen-Fahrzeug zu fahren. Und jetzt brausen sie mit 60 Sachen am Zentralfriedhof vorbei - mit dem Falter-Redakteur am Steuer. Denn jetzt ist Schluss mit lustig, Tempo, Tempo!

Wobei - ein Steuer hat so eine Bim eigentlich nicht. Hier vorne im Cockpit gibt es nichts zu lenken. Lediglich ein hübsch ergonomisch geformter Hebel für die linke Hand ist da. Schiebt man ihn vor, setzt sich der Zug in Bewegung, zieht man ihn nach hinten,

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