"He Bruder, was willst DU?“

Steiermark | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Wie die Polizei der Menschenrechtsstadt legal die soziale Existenz zerstören kann

Recherche: Herwig G. Höller

Es gab in der zehnjährigen Geschichte von Graz als "Menschenrechtsstadt“ durchaus große Momente. Im September 2000 etwa, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York: "Es freut mich anzukündigen, dass Graz die erste ‚Menschenrechtsstadt‘ in Europa wird.“ Die damalige Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) verkündet eine frohe Botschaft, die am 9. Februar 2001 kraft einer "Menschenrechtserklärung“ im Gemeinderat umgesetzt wurde. Und dann gibt es weniger schöne Augenblicke. Aus dem Alltag polizeilicher "Verbrechensbekämpfung“ zum Beispiel. Eventus Okoli hat im vergangenen Jahr unzählige solcher Momente erlebt, und wenn er von den Schikanen erzählt, die er zu erdulden hatte, mischen sich in seiner Stimme Unverständnis und Resignation.

Insgesamt haben zehn Jahre Menschenrechtsstadt freilich einiges bewirkt - insbesondere auf symbolischer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige