Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 04/11 vom 26.01.2011

Im Inneren des Wals ist es schön warm

Schock für Grazer Kunden: Würmer in Fischfilet, lesen wir im einschlägigen Internetportal. Es soll nichts Schlimmeres passieren, und, wie man weiß, werden Erlebnisse wie diese auch irgendwann verarbeitet, und zwar in Dreier-Schritten: Nach drei Stunden geht’s besser, nach drei Tagen kann man wieder halbwegs normal drüber reden, nach drei Wochen legt sich sowieso Vergessen wie ein altes Teesackerl über das alles. Drei Tage war Jesus unter der Erde und der Prophet Noah im Inneren eines Fisches, nachdem er sich geweigert hatte, den Auftrag Gottes auszuführen und die Stadt Ninive zu Zucht, Ordnung und Enthaltsamkeit zu mahnen (wenn jeder über seine Verhältnisse lebt, wird uns das ganze Ding irgendwann um die Ohren fliegen). Wobei es sich wahrscheinlich um einen Wal gehandelt hat, was aber keinen großen Unterschied macht, ein solcher wurde am 26.1.2004 durch die Innenstadt von Tainan transportiert, als er unvermittelt explodierte, was von einigen Grazern aus dem Bezirk Gries bezeugt werden kann, die aber ausgerechnet an diesem Tag keine Kamera dabei hatten. Es war dies der zweite derartige (und gut dokumentierte) Vorfall. Zahlreiche Gebäude, Passanten und Arbeiter in der Innentstadt von Tainan (Taiwan) fanden sich innerhalb kurzer Zeit bedeckt mit Tran, Innereien und Walfischblut. Stellen wir uns das für einen Moment lang bildlich vor und gehen dann wieder zum Alltag über.


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