Kritik

Sound-Art: Klangsturm im Wasserglas

Lexikon | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Für Irritationen wird bereits seit 2003 gesorgt: In einem Durchgang zwischen zwei Höfen des Museumsquartiers rufen die dort installierten Soundarbeiten immer wieder neue Reaktionen hervor. Georg Weckwerth, der Kurator der Reihe "Tonspur“, hat nun auch eine interessante Ausstellung im Freiraum konzipiert. Die Schau "Der Lautsprecher“ versetzt die Luft ordentlich in Bewegung, denn die versammelten Schallwellen stammen von nicht weniger als 26 künstlerischen Positionen. Der Großteil der gezeigten Arbeiten zielt auf sensorische Effekte ab, verbindet etwa Ton mit anderen Elementen: Da toben lichtblitzende Stürme in Wassergläsern (Matthias Deumlich), Sand transformiert das Klangbild (Ignaz Schwarz), und das Geräusch von automatisierter Zeichnung wird hörbar (Jean-Pierre Gauthier). Gary Hills feine Videoskulptur "Cut Pipe“ scheint eine Soundröhre aufzuschneiden. Janet Cardiff und George Bures Miller knüpfen mit drei alten Telefonen, in denen Träume erzählt werden, an die Geschichte


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