Neu im Kino

Aus der Rumpelkammer der Nazi-Bilder: "Habermann“

Lexikon | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

August Habermann, sudetendeutscher Sägewerksbesitzer in vierter Generation, ist eine Lichtgestalt: Sein bester Freund ist Tscheche, seine Frau jüdischer Herkunft, er selbst kein Sympathisant der Nazis. Mit diesen Vorgaben geht "Habermann“, eine von Juraj Herz in Szene gesetzte tschechisch-deutsch-österreichische Produktion, an das heikle Thema der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei nach dem Zweiten Weltkrieg heran. Anfang und Schluss bilden Prügelszenen, in denen der tschechische Mob brave Deutsche malträtiert; das Hauptaugenmerk der Erzählung liegt auf den Jahren 1938 ff., wo gute und böse Deutsche aussortiert werden. So findet der Industrielle Habermann (Mark Waschke) in SS-Sturmbannführer Koslowski (Ben Becker) einen Antagonisten von echtem Schrot und Korn: "Wir haben nichts gegen Tschechen, außer es sind Kommunisten oder Juden.“ mo

Ab Fr in den Kinos


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