Kunst Kritiken

Immerhin mehrlagig, wenn schon nicht vielschichtig

Steiermark | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Dass die Berliner Künstlerin Michaela Meise gerne auf minimalistische Aneignungsformen des Dinglichen zurückgreift, hat sie schon mehrmals gezeigt. Für ihre Ausstellung "Akkumulation“ im Grazer Kunstverein hat sie Tableaus aus Plexiglasscheiben und aus Dingen der alltäglichen Gebrauchswelt gebaut. Eine Kunstblume, aber auch Feuerzeuge, oder Kugelschreiber (überraschend viel, das andere noch in produktiveren Zusammenhängen nutzen, und sei es nur zum Kettenrauchen) wird auf unterschiedlichen Ebenen übereinandergestapelt, scheint manchmal griffbereit, bevor der störrische Besucher überzeugt wird, sich in der Realitätsebene vergriffen zu haben. Mehrlagig sind die Ensemble, um nicht "vielschichtig“ sagen zu müssen. Aber auch Mehrlagigkeit ließe sich produktiver umsetzen.

Grazer Kunstverein, bis 19.3.


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