Zum siebten Mal: Ein Impuls geht durch die Stadt

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Eine Akademie und ein Festival bringen neue Musik

Damals, in den fernen Neunzehnsechzigern, war es für Graz noch ziemlich einfach, sich zu einem "Hort der Avantgarde" aufzuschwingen. Forum Stadtpark, später das Trigon und der steirische herbst hatten es möglich gemacht. Aber auch die Bundeshauptstadt war in puncto Zeitgenössisches seinerzeit eher schnarchig unterwegs.

Nunmehr wird Graz seinem einstigen Ruf mittlerweile nur noch punktuell gerecht, ganz sicher ist das aber dieser Tage der Fall. Zum siebenten Mal steigt impuls. 1998 gründeten der Komponist beat Furrer und der Geiger ernst Kovacic die für Österreich einzigartige Institution, 2011 bringt man im Rahmen der Veranstaltung mehr als 150 Dirigenten, Komponisten, Musiker und Sänger aus der gesamten Welt in die Stadt. Alles dreht sich um zeitgenössische Musik, die in einer Akademie von renommierten Dozenten einige Tage lang unterrichtet wird. Dabei geht es auch um den eher raren direkten Kontakt zwischen zeitgenössischen Komponisten und Instrumentalisten, die hier einige Tage gemeinsam arbeiten werden.

Aber auch das Publikum wird nicht zu kurz kommen, hier nur eine Miniauswahl: Zur Eröffnung am Freitag bringt etwa das Klangforum Wien in der List-Halle Auftragskompositionen von tristan brooks, sivan Cohen-elias, einar torfi einarsson, Vladimir Gorlinsky und stefan Prins zur Uraufführung. Zusätzlich darf man auf Aufführungen zahlreicher impuls-Dozenten am Montag gespannt sein, am Programm: Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Und für all jene, die niederschwellig in die Welt der Neuen Musik einsteigen wollen: Am 12. Februar steigt wieder der traditionelle "Galerientag". In zahlreichen Grazer Kunstinstitutionen präsentieren da impuls-Teilnehmer ihre Arbeit. Und spielen zu angekündigten Zeiten kompakte Musikprogramme.

impuls, Graz, 5.-16. Februar


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige