Seinesgleichen geschieht  

Lob des ORF: Er zeigte uns Grasser, die Jagdgesellschaft blieb draußen

Der Kommentar des Chefredakteurs

Armin Thurnher | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Es mag im Angesicht geopolitischer Umwälzungen im Nahen Osten seltsam anmuten, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seiner Diskussionssendung mit einem Charakter wie Karl-Heinz Grasser beschäftigt. Dem ORF jedoch fällt die weltgeschichtliche Aufgabe zu, die Quote nicht verkommen zu lassen. Und wenn Grasser dieser Republik etwas gebracht hat, dann Quote für den ORF.

Nicht seines zweifelhaften Nulldefizits wegen behalten wir ihn in Erinnerung, als vielmehr seiner Nullpolitik bei gleichzeitiger Maximierung des eigenen Vorteils und des Vorteils seiner Freunderln wegen. Grasser leitete nicht das Finanzministerium, sondern das Ministerium für Freunderlwirtschaft, er verwaltete weniger einen monetären als einen glamourösen Etat, darin erzielte er stets einen Überschuss. Als Glamourminister agiert er noch immer und redet Moderatorinnen schwindlig.

Einen Glamourminister kann man aber nicht moderieren, denn moderieren heißt so viel wie mäßigen. Grassers Existenzform hingegen


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