Schmerz statt Herz: der Wille zum Drill

aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Blutende Ballerinas und ehrgeizige "Tigermamas“ läuten die Rückkehr der schwarzen Pädagogik ein

Kommentar: Matthias Dusini

Der Schwan ist keine geile Henne, sondern das Symbol sublimer, weiblicher Schönheit. Jeder Castingshowjuror würde ihm attestieren: "Du hast was aus dir gemacht!“ Pjotr Tschaikowski schrieb die Musik zu dem Märchen "Schwanensee“, in dem der Prinz sich zwischen einem bösen und einem guten Schwanenmädchen entscheiden muss.

Der Regisseur Darren Aronofsky verpflanzte in dem Film "Black Swan“ dieses Triebdrama, die dämonischen Kräfte des Es ringen mit dem disziplinierenden Über-Ich, in die amerikanische Gegenwart. Der Film erzählt einiges über die Verunsicherung, die die Entdisziplinierung der Schulen in den besitzenden Ständen des Westens ausgelöst hat.

Hört man in die aktuellen Debatten hinein, ist dort das Knallen des Rohrstaberls unüberhörbar. In den USA veröffentlichte Amy Chua, eine Juristin mit chinesischen Wurzeln, das Buch "Battle Hymn of the


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