Kolumne  

Die Ägypter wollen westliche Werte. Und was will der Westen?

Außenpolitik

Franz Kössler | 02.02.2011

Wie immer der Volksaufstand in Ägypten ausgeht - ein Verlierer steht schon fest: Die westliche Strategie, die Stabilität im Nahen Osten vergreisten, korrupten, aber anti-islamistischen Diktatoren anzuvertrauen, ist am Ende.

Die Despoten versinken in der Welle des Protests, die die arabische Welt erfasst hat. Dass man sich so lange auf sie verlassen hat, rächt sich jetzt. Sowohl die USA als auch die EU und vor allem Israel tun sich schwer, ihren Partner Hosni Mubarak fallenzulassen und sich auf die Seite der Demonstranten zu stellen, die westliche Werte fordern. Man hofft vielmehr noch immer, dass Mubarak die Situation durch politische Zugeständnisse an die Opposition irgendwie unter Kontrolle bekommt.

Zu unberechenbar sind die Alternativen, zu unklar ist die Stärke der Islamisten, vor deren Einfluss man sich im Westen nicht ohne Grund fürchtet - zensurierte Medien, verbotene Parteien, Repression und gefälschte Wahlen lassen eine zuverlässige Einschätzung ihres wirklichen Einflusses

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