Grasser: die verfolgte Unschuld und das hohe Ross

Politik | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Karl-Heinz Grasser attackiert Justiz und Medien. Doch seine Vorwürfe sind falsch, wie ein Fakten-Check dieser Vorwürfe zeigt

Bericht: Florian Klenk

Karl-Heinz Grasser fühlt sich verfolgt, sogar die ÖVP, deren Obmann er fast geworden wäre, verweigert ihm nach der von Format aufgedeckten Selbstanzeige bei der Finanz (es geht um vergleichsweise niedrige 18.000 Euro) die Gefolgschaft. Eine "Jagdgesellschaft“ bestehend aus Justiz, Politik und Medien veranstalte eine regelrechte Hatz, so Grasser. Sein Verfahren würde sich monatelang hinziehen, Medien von Ermittlern mit "Verschlussakten“ beliefert, seine Existenz ruiniert. In einem offenen Brief fordert der Ex-Finanzminister ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner dazu auf, das Verfahren zu einem Ende zu bringen und Verräter in Justizkreisen zu bestrafen.

Was ist dran an den Vorwürfen? Ermittelt die Justiz zu lange? Sind die Behörden "undicht“? Oder sitzt Grasser "auf dem hohen Ross“, wie die Justizministerin behauptet?

Erster Vorwurf:


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