Wieder gelesen 

Bücher, entstaubt

Politik | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Die aktuelle Heeresbibel

Seit Montag wird zwischen ÖVP und SPÖ über die Erneuerung der österreichischen Verteidigungs- und Sicherheitsdoktrin verhandelt. Die alte Doktrin ist in der Tat in die Jahre gekommen. Sie stammt aus dem Jahr 2001 und trägt die Handschrift der damaligen ÖVP-FPÖ-Koalition. Der Neutralität sagte man in dem schmalen Papier kühn adé, stattdessen definierte man sich als "bündnisfrei“ und favorisierte den Nato-Beitritt. Historisch gesehen arbeitet diese Doktrin, die jene von 1984 ablöste, vor allem das Ende des Kalten Krieges auf - mit gehöriger Verspätung. Das zentrale Ereignis der Nullerjahre, die Attacke auf das World Trade Center, findet sich hier nicht - obwohl sie drei Monate zuvor geschah. Bt

Sicherheits- und Verteidigungsdoktrin, 12. Dezember 2001, 15 S., abrufbar unter http:// www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=794


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