Nachgesehen  

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Wie kann man Forschung den Leuten nahebringen? Mit dem grünen Sackerl!

Was forschen Sie denn so? Auf diese Frage antworten viele Wissenschaftler mit akademischem Kauderwelsch. Damit sich das ändert, gibt es den Science Slam. Alle paar Wochen findet der Wettbewerb in Wien statt. Junge Forscher treten vor Publikum an und präsentieren in sechs Minuten ihre Arbeit.

Vergangene Woche gewann ein Amerikanist der Uni Wien: Georg Drennig sprach über "das Imaginäre von Vancouver“, sein Dissertationsthema. Drennig nahm Requisiten, etwa ein grünes Stoffsackerl, und veranschaulichte sein Thema. Es geht darum, wie die Bewohner von Vancouver Geschichten über ihre Stadt erzählen und damit das Bild ihrer Stadt prägen. So kann ein simples Stoffsackerl zum Symbol für Öko-Bewusstsein werden. Drennig freut sich, dass es den Science Slam gibt: "Es ist extrem wichtig, dass die Geistes- und Kulturwissenschaften die Relevanz ihrer Anliegen stärker kommunizieren. Da haben wir noch einiges nachzuholen.“


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