Wien, wo es isst  

Koppstraße: Es waren einmal viele Gasthäuser

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Die Koppstraße ist nicht gerade die hässlichste Straße Ottakrings. Auf den ersten Blick. Sie ist von Allee-Bäumen gesäumt, und nachdem sie eine zweispurige Verkehrsarterie darstellt, flutscht man da auf der Kopp in Richtung Westen und denkt sich, dass es da an den Kreuzungen aber schon noch viele Wirtshäuser gibt.

Bei genauerer Betrachtung schaut die Sache leider anders aus: Die meisten der Gasthäuser sind längst geschlossen oder bieten dubiosen Institutionen, Swingerclubs und Call-Centern Platz, wie die Infrastruktur der gesamten Koppstraße ja überhaupt eher Anlass zur Verzweiflung gibt.

Die Leute wollen kein Geld mehr ausgeben, beklagt Erwin Katholitzky vom Gasthaus zur Post, und beschweren sich, dass das Cola bei ihm mehr koste als im Penny-Markt. Und die Ausländer hätten kein Geld, meint er, dafür aber zu Hause eine Frau, die noch kochen könne. Harte Zeiten für die Wirte in der Koppstraße.

Gulasch und Gesang

Im Gasthaus Rudolf Hiess, einem


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