Prost!  

Diese Limo überzeugt nicht ganz, aber schlecht ist sie auch nicht

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Flüx

Stadtleben | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Die Salzburger Firma Stiegl, seit 500 Jahren spezialisiert auf die Herstellung von Bier, hat sich nun ein weiteres Geschäftsfeld gesucht: die Erzeugung von Limonade "nach dem Reinheitsgebot“. Dass sich hier jemand den Erfolg der bayrischen Firma Bionade zu Herzen genommen hat, ist offensichtlich. Beide antialkoholischen Getränke werden durch einen Fermentationsprozess gewonnen.

Die Süße entsteht durch den Zusatz von Früchten und Gerstenmalz und ist mit rund 30 Kalorien pro 100 ml relativ "schlank im Geschmack“. Bionade ist bereits mit mehreren Produkten auf dem Markt, Flüx hingegen hat zu Beginn auf eine sichere Sorte gesetzt: rote Früchte. Durch die intensive Nutzung des Web 2.0, einen Wettbewerb und öffentliche Verkostungen, hat man alle marketingtechnischen Register gezogen, um möglichst viele Zielgruppen auf das neue Getränk vorzubereiten.

Nun, es ist gewöhnungsbedürftig, aber ausbaufähig. Im Kopf hat man nämlich die Geschmacksrichtung Beerencocktail süß abgespeichert. Da passt der säuerliche Touch nun gar nicht zu der Geschichte dieses Flavours. Aber gut, das Gehirn ist ja nicht aus Zement gegossen.

Und wenn die nächsten abendlichen Termine anstehen, dann kann Flüx eventuell dazu beitragen, dass der Kopf auch am Tag danach beweglich bleibt.

Das Bierflaschenformat dieses Getränks würde ja rein visuell dazu beitragen, dass man an den alkoholfreien Abenden nicht als uncooler Kräutertee-Öko im Gedächtnis bleibt. ms


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