Andreas Unterweger schickt einen Parenthesefixierten Ich-Erzähler auf eine schottische Insel, auf der nichts los ist

Steiermark | aus FALTER 05/11 vom 02.02.2011

Buchkritik: Christof Huemer

Auf der letzten Seite sagt "Er“ es endlich zu seiner Frau: "Du bist mein Meer.“ Das macht Andreas Unterwegers zweites Buch endgültig zu einem Buch an die Liebe, vor allem aber zu einem sehr effizienten Werk. Effizient, weil er es, so gibt er an, in Pittenweem und St. Johann von März bis Mai 2010 geschrieben hat: Kaum drei Monate sind für einen Roman, selbst für einen so kurzen, keine lange Zeit (und Pittenweem ist eine schottische Insel). Effizient ist der Roman aber auch aufgrund des so universellen Sujets: Ein Kind ist unterwegs. Das macht sprachlos. Im großen Warten fährt das namenlose Paar daher noch einmal ans Meer. Zitat: "… für sechs Tage. (Damit sie einmal noch - ein letztes Mal!, denkt er - allein sein können [besser gesagt: zu zweit] …)“.

Unterweger schickt seinen Parenthese-fixierten Ich-Erzähler, der in der dritten Person von sich spricht, also auf eine schottische Insel und dort passiert dann nichts; das heißt, fast nichts; einmal


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