Buch der Stunde

Mohammed und was er tatsächlich sagte

Lexikon | Sebastian Kiefer | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Der "Islam“, die rückhaltlose Hingabe an den einen allmächtigen, alles durchdringenden Gott, ist keine Erfindung Mohammeds, sondern der Hanifen. Gebetsruf und Freitagsgebet - eine konkurrenzbewusste Gegeninstitution zum Sabbat der Juden - hat Mohammed ebenfalls übernommen. Auch der Kult der Reinheit stand in Mekka bereits in dem Stamm, aus dem Mohammed hervorging, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Alle Angaben über Mohammeds angebliches Offenbarungserlebnis sind unzuverlässig oder fingiert.

Die "Hedschra“, die Flucht (oder Vertreibung) nach Medina, wurde keineswegs von Mohammed angeführt. Die "Gemeindeordnung“ in Medina war keine friedliche Verständigung mit anderen Religionen (von denen Mohammed nie etwas anderes als Unterwerfung verlangt hat), sondern zuallererst ein auf Blutsverwandtschaften beruhender Kriegspakt, die Kriegsbeute ein zugkräftiges Argument für den "Dschihad“.

Mohammeds religionspolitisches Vermächtnis dachte Gesellschaft als riesigen Stamm, in dem der Eifer


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