Kommentar 

Mehr privat oder mehr Staat? Josef Pröll im schwarzen Wigelwogel

ÖIAG

Falter & Meinung | Julia Ortner | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Endstation Chefsessel. Lange hat Markus Beyrer als Sekretär dienen müssen, ehe er jetzt als Alleinvorstand der Staatsholding ÖIAG ins Chefbüro übersiedeln durfte. Dass der neue Boss und bisherige Industriellenvereinigungs-Generalsekretär noch nie einen Betrieb geleitet hat, soll nicht seine größte Sorge sein. Beyrer hat ein anderes Problem, das ihn mit ÖVP-Chef Josef Pröll verbindet. Der IV-Mann steht für die widersprüchliche Haltung der heutigen Schwarzen zum Staat.

Dieser Widerspruch beginnt schon damit, dass Beyrer diese Position als Wunschkandidat Prölls übernimmt. Obwohl die ÖIAG nur noch drei Beteiligungen an staatsnahen Unternehmen verwaltet, wollen die Schwarzen den ganzen Apparat keinesfalls auflösen, sondern lieber aufwerten - wie das mit ihrem Image von den Wirtschaftsauskennern zusammenpassen soll, die überall brav einsparen, kann keiner erklären. Beyrer selbst ist auf der einen Seite ein Fan einer schlanken Verwaltung und eines zurückhaltenden Staates; auf


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