Heeresreform ja - aber bitte mit Gefühl

Falter & Meinung | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Die Zusammenarbeit von Militär und Zivilgesellschaft wird immer wichtiger. Die Heeresreform geht alle etwas an

Kommentar: Alexandra Bader

Militär und Menschlichkeit. Auf den ersten Blick mögen diese beiden Worte nicht zusammengehören, verbindet man mit dem Militär doch Begriffe wie "Härte“. Vom derzeit heftig attackierten Verteidigungsminister Norbert Darabos sind Aussagen überliefert, wonach er in seiner Funktion nur selten Gefühle zeigen dürfe. Eine Ausnahme machte er, als es darum ging, den Einsatz im Tschad zu bewerben, wo ihn die Schicksale der Zivilisten berührten. Diese Regung hatte freilich einen kleinen Schönheitsfehler, da unsere Soldaten und Soldatinnen nicht in den Flüchtlingslagern arbeiteten, sondern die Wege zwischen ihnen sicherten.

Militärische Führungsgrundsätze betonen aber den Stellenwert der Menschenwürde, des Humanismus, des Respekts vor anderen Menschen, auch im Umgang mit sogenannten Zivilisten. Diese Grundsätze sind bestimmt in internationalen Einsätzen


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