Kolumne  

Die Angst der Mächtigen kann die Demokratie nicht aufhalten

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Seit den Attacken des 11. September 2001 weiß der Westen, wie brüchig das System der Allianzen im Nahen Osten ist. Mohammed Atta, der Kopf der Attentäter, hat sich in der Fundamentalistenszene am Nil radikalisiert. Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden entspringt einem Bauherrenclan Saudi-Arabiens. Freiheit und Demokratie wurden zum Schlachtruf der amerikanischen Außenpolitik. Condoleezza Rice, die Außenministerin George W. Bushs, erklärte in Kairo das Streben nach Stabilität auf Kosten der Demokratie für gescheitert. Hosni Mubarak war schwer verschnupft. Schließlich jedoch diskreditierte der Irakkrieg die größenwahnsinnige Vision einer mit Waffengewalt erzwungenen Umgestaltung der arabischen Welt nach dem Vorbild Deutschlands nach 1945.

Bush-Nachfolger Barack Obama sprach vor ägyptischen Studenten vom Respekt Amerikas vor den Traditionen fremder Völker. Kein Land sollte anderen sein eigenes System aufzwingen. Trotz der vielen Milliarden, die in die Zusammenarbeit mit Militär und


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