Frauen im Chefsessel: "Die Männerquote muss weg“

Politik | aus FALTER 06/11 vom 09.02.2011

Fast alle Männer, aber auch Frauen sind gegen eine Frauenquote. Die Frauenministerin will ihnen die Angst nehmen. Aber wie?

Interview: Barbara Tóth

Norwegen machte es vor, dort müssen seit dem Jahr 2008 Aufsichtsräte zu 40 Prozent weiblich besetzt sein. Frankreich zog vor kurzem nach, und auch Deutschland debattiert die gesetzliche Frauenquote in Führungsgremien. In Österreich setzt sich nur eine Ministerin offen dafür ein: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).

Falter: Sind Sie eine Quotenfrau?

Gabriele Heinisch-Hosek: Sicher! Ohne Quote wäre ich in meinem Wahlkreis sicher nicht Spitzenkandidatin bei den Nationalratswahlen 1999 gewesen.

Sie sagen das so selbstbewusst, aber viele Frauen haben mit diesem Wort ein enormes Problem.

Heinisch-Hosek: Keine qualifizierte Frau in einer Spitzenposition muss Angst davor haben, sie hat eh schon alles erreicht. Die Quote ist ein Mittel, um zu mehr Demokratie zu kommen.

Warum treten Sie dann nicht für eine gesetzlich verpflichtende Quote


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